Die Orgel

Die Gerhard-Hradetzky-Orgel von St. Elisabeth (III/P/38)

Im Jahr 1979 wurde auf Betreiben des damaligen Kirchenmusikers von St. Elisabeth, Franz Xaver Kainzbauer, der Bau einer neuen Kirchenorgel beschlossen. Nach Ausschreibung, Vertragsabschluss und Errichtung erfolgte 1985 die Weihe. Sie ist die größte Orgel von Gerhard Hradetzky in Wien und wurde bewusst als exemplarisches Instrument für die Wiedergabe der Orgelmusik Johann Sebastian Bachs und der Alten Musik im Allgemeinen sowie der Moderne konzipiert.

Vornehmste Aufgabe blieb seitdem ihr Einsatz im Rahmen der feierlichen Liturgie, wo es durch ihren Klang immer wieder gelingt, die Herzen der Menschen zu Gott zu erheben und das Wort Gottes nicht nur intellektuell, sondern auch emotionell zu erschließen. Das geschieht zum ersten durch die Gemeindebegleitung, die nicht nur das gemeinsame Singen fördert, sondern auch einen wesentlichen Anteil daran haben kann, dass sich die Versammelten als eine echte Gemeinschaft erleben. Zum zweiten geschieht das durch die Improvisation, die die liturgischen Handlungen auf einer sinnlichen Ebene kommentiert und die jeweils passenden „Stimmungen“ unterstützen kann. Nicht zuletzt geschieht das auch durch das sinnvoll und abwechslungsreich eingesetzte und oft anspruchsvolle Literaturspiel, denn für die Liturgie ist nur die größte Kunst – nach Maßgabe der vorhandenen Möglichkeiten – gut genug.

Immer wieder stattfindende Orgelkonzerte unterstreichen, dass es sich um einen der gelungensten Orgelneubauten der letzten Jahrzehnte in Wien handelt.

Die Disposition der Orgel zog auch die entsprechenden Kirchenmusiker an – die Domorganisten von Klagenfurt (Klaus Kuchling) und St. Pölten (Franz Danksagmüller, inzwischen Professor an der Musikhochschule in Lübeck) waren vor ihrer jetzigen Stellung hier Organisten.

2005 wurde die Orgel vom Gerhard Hradetzky generalgereinigt und wird von diesem auch in regelmäßigen Abständen gewartet.

Wem die Erhaltung des guten Zustandes der Orgel (Wartung kostet!) sowie das Erklingen in Konzerten ein echtes Anliegen ist, ist eingeladen, eine zweckgerichtete diesbezügliche Spende (vielleicht sogar regelmäßig) an die Pfarre zu richten.

 

 

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