Wenn die Nacht aufbricht: Auferstehung feiern

Wenn die Nacht aufbricht: Auferstehung feiern

Osternacht 2026 in St. Elisabeth

Oster-So, 5. April 2026:Noch tief in der Nacht (4:30 Uhr) versammelte sich die Gemeinde vor der Kirche – rund um das Osterfeuer. Dort wurde Altes bewusst losgelassen: Zeichen, Texte und Überreste aus der vergangenen Zeit gingen in Flammen auf – auch die alten „Heiligen Öle“: Ein stilles, starkes Zeichen: Neues darf beginnen.

Von diesem Feuer her wurde die Osterkerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Mit ihr kam das Licht – und mit dem feierlichen Osterlob brach sich die Freude Bahn: Christus hat das Dunkel überwunden.

In mehreren Lesungen wurde die große Geschichte Gottes mit den Menschen wachgerufen: Befreiung, neues Leben, Verheißung. Schritt für Schritt wuchs die Feier auf Ostern hin – bis im Gloria mit Glocken, Licht und Gesang die Auferstehung förmlich aufleuchtete. Sichtbar wurde das auch in einem besonderen Zeichen: Aus den Bausteinen der Fastenzeit hat Christoph Bauer einen wunderschönen Leuchter für die Osterkerze gestaltet: Das Licht wächst aus dem, was wir am Karfreitag zu Gott gebracht haben!

Die Schrifttexte führten weiter zur Mitte des Festes: Christus ist auferstanden – und begegnet uns nicht fern, sondern mitten im Leben, konkret im Alltag („Galiläa“). Diese Zusage wurde in der Feier der Tauferneuerung persönlich: Wasser wurde gesegnet, das eigene Taufversprechen erneuert – ein bewusstes Ja zum Leben aus der Auferstehung.

In der Eucharistie verdichtete sich alles, was in dieser Nacht gefeiert wurde. Die anschließende Speisensegnung vor der Kirche führte das Fest in den Alltag weiter – verbunden mit kleinen österlichen Zeichen, die jede und jeder mit nach Hause nehmen konnte.

Mit dem anbrechenden Morgen klang die Liturgie aus – und ging im gemeinsamen Frühstück weiter: Ostern zum Schmecken und Teilen.

Am späteren Vormittag wurde das Fest in einer weiteren feierlichen Messe fortgesetzt, musikalisch besonders gestaltet durch unseren Pfarrchor St. Elisabeth unter der Leitung von Daniel Mair.

Ein herzliches Danke gilt allen, die diese intensiven Tage mitgetragen und mitgestaltet haben – sichtbar und im Hintergrund.

Christus ist auferstanden – er ist wahrhaft auferstanden!

Fotos: Ute Schellner