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Wort-Gottes-Feier mit unseren Erstkommunionskindern – So, 15. 5. 2022

Wir durften am Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein mit unseren Erstkommunionskindern Gottesdienst feiern… So, oder so ähnlich hätte es geklungen, wenn Pfarrer Gerald nicht überraschend quarantänebedingt am Gottesdienstfeiern mit uns gehindert worden wäre. Sr. Gudrun ist aber auf unsere Bitte gerne eingesprungen und hat mit den Erstkommunionskindern und der Pfarrgemeinde eine Wort-Gottes-Feier gestaltet.

In vielen kleinen, roten Herzen haben wir – anknüpfend ans Sonntagsevangelium – aufgeschrieben, in welchen Dingen, Momenten…wir Liebe erleben, spüren dürfen. Auf einer großen Leinwand wurden die kleinen Herzen aufgeklebt und zu einem großen Herz geformt. Wo viele kleine Herzen sind, kann ein großes daraus werden und Liebe noch erlebbarer und spürbarer werden.

Mit schwungvoller, musikalischer Begleitung haben wir viele Lieder gesungen und uns dazu bewegt. Die Zahl der Erwachsenen, die sich bereits an unseren Liedern mit Bewegung beteiligen, wird mit jedem Gottesdienst mehr!

Sr. Gudrun hat unseren Gottesdienst sehr schön gestaltet und auch gut erklärt, wie wir auch ohne Priester zur Kommunion gehen können, obwohl wir keine Wandlung zelebrieren konnten.

Es war eine neue – eine sehr schöne – Erfahrung!

Unsere liebe Ute hat alles wieder in Bildern festgehalten, die uns ermöglichen, schönen Momenten nachfühlen zu können.

Am Ende unseres Wortgottesdienstes hat unsere Gemeindeausschuss-Leiterin Regina unseren neugewählten Gemeindeausschuss (siehe HIER) liebevoll vorgestellt, und mit einem Segenslied wurde der „GA“ gut ausgestattet für die nächsten Jahre.

Im Anschluss haben wir gemeinsam mit unseren Erstkommunionskindern eine musikalische Videobotschaft an Gerald aufgenommen, der in unseren Herzen und Gedanken während dieser Feier bei uns war.

Auch unser „EK-Neuzugang“ Nina und Ihre Eltern sind gut bei uns „gelandet“ und so konnten wir gestärkt in einen sonnigen Sonntag und Wochenbeginn starten.

Die Frauenpower hat gewirkt 😉

Bericht: Christiane Macal

Bilder: Ute Schellner

So, 24. 4. 2022: Tauferneuerung der Erstkommunionskinder Taufe von Christina & Marus, anschließend große Fahrradsegnung

Es war ein „gefüllter Sonntag“, als am 2. Ostersonntag unsere Erstkommunionskinder den bewegten Sonntagsgottesdienst mitfeierten.

Festlich mit einem selbst gestalteten „Tauf-T-Shirt“ angezogen kamen sie mit ihren Taufpat/inn/en vor, bekamen ihre Taufkerze entzündet und sagten „jetzt, wo Ihr große seid und selbst sagen könnt, was Ihr wollt“ (Pfarrer Gerald) von neuem JA zu einem Leben mit Gott und den Jesus-Freunden.

Zwei aus der Schar der Erstkommunionskinder – Christina & Maurus – wurden darauf hin getauft und „sichtbar“ (dann auch mit Tauf-T-Shirt, Salbung und Taufkerze) in den Kreis der Getauften eingereiht, um dann miteinander fröhlich Eucharistie zu feiern: „… in ein paar Wochen dürft Ihr dann selbst Mit-Essen“!

Direkt anschießend an die Messe gab es vor der Kirche eine Fahrrad-Segnung: Gott, der auf allen Wegen unseres Lebens uns begleitet…

Das bei der Fahrrad-Segnung verteilte und gebetete Kärtchen:

Fahrrad-Psalm

dem biblischen Psalm 139 nachempfunden von Roland Breitenbach

Gott, Du kennst mich durch und durch:

     Besser als ich mich kenne oder es mir zugebe.

Meine Sehnsucht kennst Du und meine Pläne.

Du weißt, worauf ich Lust habe & was mir Spaß macht.

Du weißt um meine Ängste, meine Zweifel,

     aber auch um meine Enttäuschungen.

Du hast meinen Weg vorgezeichnet

   von meinen Straßen hast du dir einen Plan gemacht.

Du hast eingerechnet, was ich mir wünsche

Logo GG Aktion sw kon#8DEEF     und was ich erhoffe;

du siehst aber auch,

     ob es zu meinem Besten ist.

Gott, dir lege ich meine Fahrten

            in die Hand,

            begleite mich

            auf all meinen Wegen.

Und schenke mir kräftig Rückenwind & gutes Wetter,

     Sonne und ein lindes Lüftchen auf meiner Haut

     als Zeichen Deiner Nähe und Zärtlichkeit.

Lass mich Deine Schöpfung spüren und genießen,

     neu Freude und Lebenskraft tanken.

Lass mich heute leben; jetzt: Ein „Leben in Fülle“.

Deswegen gib mir Deinen guten Engel an die Seite,

     einen Menschen, der mich liebt,

     der zu mir sagt: Es ist gut, dass du bist!

Lass mich neu Deine Lebensenergien tanken

     und in Deinem Geiste LEBEN!

Vom „Ent-Sorgen“ zur Auferstehung

Leitlinie der Pfarrgemeinde St. Elisabeth für die Österliche Bußzeit: „Ent-Sorgen“,
die in der Kar- & Osterliturgie zum Höhepunkt kam!

Am Aschermittwoch wurde begonnen – eine Mülltonne wurde aufgestellt, die Leitlinie „Ent-Sorgen“ für die Österliche Bußzeit eingeführt:

Das „Sorgt Euch nicht …“ aus der Bergpredigt war das Leitmotiv, das intensiv durchgedacht und ins Feiern geführt wurde.

Dies wurde in Kärtchen gefasst auch an alle Mitfeiernde verteilt: HIER.

Wochenlang waren alle Mitfeiernden Sonntag für Sonntag eingeladen, dem nachzugehen, was es im eigenen Leben zu entsorgen gilt – „Fastenzeit“.

Selbstverständlich spielte dieses Leitmotiv auch in der Kar- & Osterliturgie eine wichtige Rolle.

Am Gründonnerstag waren alle eingeladen, sich in einer allgemeinen Handwaschung („Fußwaschung“ für alle geöffnet und zugänglich) all das Belastende, Sündige und Schwere vom Herrn „abwaschen“ zu lassen – und all das Wasser wurde dann bewusst in die „Ent-Sorgen“-Tonne geleert.

Karfreitag – die Einladung, das eigene „Kreuz“ (des eigenen Lebens, wie auch unserer Welt) auf Papier festzuhalten, um es dann direkt bei der Kreuzverehrung in die „Ent-Sorgen“-Tonne zu entsorgen: All das, was ich „mit dem Leichnam Jesu begraben möchte“…

Und dann: Osternacht – Wir feiern die Auferstehung und das Leben: Und in allem Nachspüren, Feiern und Genießen der Blick auf die „Ent-Sorgen“-Tonne, aus der in voller Blüte Blumen herauswuchsen: Gott, der aus dem Abgewaschenem, Abgelegtem und als Kreuz vor ihn Gebrachtem neues Leben wachsen lässt: Auferstehung live…

Fotos: Ute Schellner

Osternacht 2022

Mitten in der Nacht – 4 Uhr: Menschen versammeln sich um ein schon längst brennendes Osterfeuer vor der Kirche: Dort werden Restbestände der Heiligen Öle, sowie all die in der „Ent-Sorgen“-Mülltonne der Österlichen Bußzeit abgelegten Zettel den Flammen übergeben: „Altes ist vergangen – Neues hat begonnen!“.

Die am Feuer entzündete Osterkerze bahnte den Weg in die Kirche, wo ein festliches „Exsultet“ (Osterlob) erklang und mit vielfältigen Stimmen („Jauchzet dem Herren, der siegreich das Dunkel bezwungen…!“) beantwortet wurde.

Im Licht von Ostern wurde auf das Wirken Gottes durch alle Zeit zurück geblickt (Gen 1,1-2,2: Erschaffung der Welt; Ex 14,15-15,1: Durchzug durchs Rote Meer; Bar 3,9-15.32,4-4: Geh deinen Weg im Licht der Weisheit Gottes; Ez 36,16-17a.18-28 – Ich reinige euch, gieße reines Wasser) – jede Lesung mit einem Lied/Psalm/Vers unterschiedlicher Gattung und Gebet beantwortet. Dann im Gloria-Lied wurde mit Glocken, Orgel, Licht und heftigem Gesang Ostern richtiggehend begrüßt.

Da Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung waren wurde heuer das Osterevangelium durch eine Frau vorgetragen: Regina Tischberger.

In der Tauffeier – eingeleitet durch eine aktuelle Heiligenlitanei – durften wir unsere eigene Taufe wachrufen: Taufwasser wurde geweiht, das Taufbekenntnis erneuert; und: Cansu Lydia in unser Miteinander herein-getauft (& -gefirmt), was in der festlichen Eucharistie zum Höhepunkt kam.

Aus der „Ent-Sorgen“-Tonne wuchern jetzt bunte Blumen – aus Tod ist Leben gewachsen, das Leben hat endgültig begonnen und wird gefeiert.

Vor der Kirche dann die Segnung der Speisen – mit fröhlichem Gesang ging (mittlerweile an helllichtem Tag) die liturgische Feier zu Ende und fand ihre Fortsetzung in einem genussvollen Osterfrühstück im Pfarrsaal: Er ist AUFERSTANDEN!

Um 11 Uhr dann die nächste Festmesse – durch ein Vokal-Ensemble St. Elisabeth in fröhliches Klingen gebracht.

Danke an all die vielen Mitwirkenden bei all den liturgischen und sonstigen Ereignissen dieser Tage!

Fotos: Ute Schellner

Karfreitag in St.Elisabeth

Die Liturgie des Tages begann mit einer heftig besuchtem Kreuzwegandacht um 14:30 Uhr (es kamen etwa doppelt so viele Mitfeiernde, wie Texte vorhanden waren) – genau um 15 Uhr zur Sterbestunde hielten wir bei der 12. Station inne… – „… es ist vollbracht“!

Um 19 Uhr: Feier vom Leiden und Sterben Jesu

Es war die Fortsetzung des Gottesdienstes (eine durchgängige Feier vom Grün-Do bis in die Osternacht) – daher der Beginn ohne Einzug in der Prostratio („Hinwerfen“), die (wie schon 2021) individuell begonnen wurde – Christus, der mit uns lebt, fühlt und uns vor Gott trägt, klang in der Lesung an (Hebr 4,14-16; 5,7-9); mit Gebet wurde die Eröffnung abgeschlossen.

Im Wortgottesdienst nach dem Gottesknechtlied (Jes 52,13-53,12) die Johannespassion – mit Zwischengesängen ergänzt. In der Predigt wies Pfarrer Gerald auf die aktuellen Bezüge des Geschehens hin – wo ER heute in unserer Welt und ganz konkret bei uns mitfühlt und mitleidet.

Dann wurde das große Kreuz herein gebracht und in 3 Stationen vorgetragen, sowie enthüllt.

Alle waren eingeladen, den eigenen Kreuz-Situationen intensiv nachzufühlen: Musikalisch von einem bewegenden Cello-Solo (Paula Gokl – sonst vom Ministrieren her vertraut) begleitet. Viele schrieben Konkretes auf Zettel, die dann bei der Kreuzverehrung in jene Mülltonne „ent-Sorgt“ wurden, die uns schon die ganze Fastenzeit über begleitet hat; andere verehrten mit Kniebeuge, Gebetsstille, Blumen oder Sonstigem.

Vom individuellen Hintragen vor Gott wurde der Blick geweitet – auf unsere Welt: In aktualisierten, großen Fürbitten (mit Bildern dessen und derer, wofür wir beten) wurde Welt und Leid vor Gott getragen, das dann ins Vater unser einmündete. Abschließend „wurde der Herr hinaus begleitet“: Während die Evangeliumsstelle der Grablegung verkündet wurde, zogen alle zum Grab (Seitenaltar), um dort betend den Abend abzuschließen, der Altar wurde enthüllt („… sie rissen ihm die Kleider vom Leib), Kerzen gelöscht – Trostlosigkeit und Tod…

Fotos: Ute Schellner

Gründonnerstag in St. Elisabeth

Do, 14. 4. 2022: Wir steigen ein in die 3-Tages-Feier, die bis zur Auferstehung führt.

Nach einer Einstimmung aller Dienste im Pfarrhaus gab es einen festlichen Einzug – auch die frisch im Stephansdom von unserem Bischof geweihten „Heiligen Öle“ wurden herein gebracht.

Nach Rückerinnerung an das jüdische Festritual des Pessach (das Jesus ja an diesem Abend feierte) wurde in die Feier eingeführt – im Wortgottesdienst dem Thema „Wandlung“ nachgegangen.

Danach waren alle eingeladen, gemäß der heurigen Fastenzeit-Leitlinie „Ent-Sorgen“ das eigene Leben vor Gott zu bringen und sich durch 4 beauftragten Frauen und Männern von Jesus in einer allgemeinen „Handwaschung“ Sorgen, Sünden und Belastungen abwaschen zu lassen… – berührende Momente. Alles Abwasser wurde in die Abfall-Tonne geleert, die seit Aschermittwoch unser Feiern begleitet.

Festlicht wurde der Altar gedeckt – mit einem großen, gemeinsamen Brot unsre Leben als Pfarrgemeinde („Leib Christi“) vor Gott gebracht und Wandlung gefeiert.

Anschließend ging es mit Segenslied zu einer Agape über, die in den Seitenschiffen der Kirche stattfand – nicht lange, „esst es hastig“ heißt es im Exodusbericht. Danach sammelten sich alle um den Hauptaltar und gemeinsam trugen wir das Allerheiligste zum Seitenaltar, wo noch eine Viertelstunde Ölberggebet gefeiert wurde: Wachen mit IHM…

Die Liturgie endete offen – es wurde noch der Altar abgedeckt („Sie rissen ihm die Kleider vom Leib…“) und die Kerzen entfernt – die Nacht der Erwartung des Karfreitag beginnt…