Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Aktuelle Neuigkeiten aus dem Pfarrleben

Ausstellung Belarussische Künstler im Exil

Ausstellungseröffnung „Belarussische Künstler im Exil“
in der Kirche St. Elisabeth / Pfarre zur Frohen Botschaft: So, 9. 8. 2026

Pfarrer Gump: „Ein Mosaikstein der Freiheit:
Kunst berührt das Unsagbare und widerspricht jedem Unrechtsregime.“

Am So, 9. 8. 2026 wurde in der Kirche St. Elisabeth der Pfarre zur Frohen Botschaft eine außergewöhnliche internationale Ausstellung eröffnet: „Belarussische Künstler im Exil“. Die Präsentation zeigt Werke von 18 belarussischen Kunstschaffenden, die außerhalb ihres Heimatlandes leben und arbeiten – und setzt die internationale Reise eines Projekts fort, das ursprünglich in der Tschechischen Republik entstand und erstmals in Prag gezeigt wurde; zum ersten Mal gastiert die Ausstellung in Österreich.

Die Eröffnung fand exakt am 6. Jahrestag der brutalen Niederschlagung der friedlichen Proteste gegen die gefälschte Präsidentschaftswahl in Belarus statt – ein Datum, das der Ausstellung eine besondere politische und menschliche Tiefe verleiht.

Internationale Stimmen bei der Eröffnung
Die Ausstellung wurde eröffnet von

  • Diana Shilina, Gründerin und Kuratorin des Projekts,
  • Jiří Šitler, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich,
  • Gerald Gump, Pfarrer der Pfarre zur Frohen Botschaft.

In ihrer Rede erinnerte Diana Shilina an die Parallelen zwischen heutigen belarussischen Künstlern im Exil und jenen, die vor über hundert Jahren aus Belarus stammen – darunter Marc Chagall, Chaim Soutine, Michail Kikoin und Ossip Zadkine. Ihre Biografien zeigen: Kunst überlebt Grenzen, Regime und Exil. Sie bleibt lebendig, solange Menschen schöpferisch tätig sind.

Die Kirche als Ort der Freiheit und des Protests

Pfarrer Gerald Gump betonte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Kirche St. Elisabeth als Ort der Kunst und der menschlichen Würde:

„Seit vielen Jahren ist diese Kirche ein Raum, in dem Kunst zu tieferen Lebenstönen führt und Lebensbotschaften hörbar macht. Moderne Kunst passt daher hervorragend hierher – sie öffnet Räume, in denen Unsagbares sichtbar wird.“

Er verwies auf die Bibelstellen des Vormittagsgottesdienstes, das von einem nicht begreifbaren, überraschenden Gott spricht. Kunst sei seit jeher ein Weg, mit solchen nicht aussprechbaren Wirklichkeiten in Berührung zu kommen.

Pfarrer Gump erinnerte zudem an die Ur-Erfahrung der Bibel: „Gott führt in die Freiheit und nimmt eindeutig Partei für die Armen. In Jesus – wo Gott selbst zur Welt kommt – wird Gott zum Flüchtling. Darum ist es ureigener Auftrag der Kirche, an der Seite der Armen und besonders der Flüchtlinge zu stehen.“

Gerade deshalb passe diese Ausstellung in St. Elisabeth so gut: „Sie ist ein Lied des Protestes gegen ein Unrechtsregime – und damit gegen alle, die Menschenrechte mit Füßen treten.“

Die geht Hand in Hand damit, dass die Sorge um Geflüchteten der Pfarre nicht nur besonderes Anliegen ist, sondern konkrete Menschen in der Pfarre Heimat gefunden oder durch diese unterstützt werden – mehrere davon waren Gäste bei der Eröffnungsfeier.

Einige der anwesenden Künstler/innen führten nach dem Eröffnungsakt dann selbst durch ihre Werke – „Gerade die Erlebnisse von Betroffenen in Kunst übersetzt und ihre persönlichen Deutungen machen die tiefen Flucht-Erfahrungen, aber auch die Kraft des Protestes spürbar“, erzählt Gump. „Die Werke erzählen mehr als Worte…!“

Humanitäres Projekt mit weltweiter Unterstützung

Das Projekt „Belarussische Künstler im Exil“ erhielt den Segen von  Papst Leo XIV. sowie Unterstützungsschreiben von 21 Kardinälen weltweit. Die Wiener Präsentation wurde durch die Pfarre zur Frohen Botschaft ermöglicht.

Die Anwesenheit des tschechischen Botschafters unterstreicht die enge Verbindung zur Tschechischen Republik, wo das Projekt gegründet wurde und seine erste Ausstellung mit Unterstützung des Kultur- und Außenministeriums stattfand.

Ausstellungsdaten

„Belarussische Künstler im Exil“ Kirche St. Elisabeth – Pfarre zur Frohen Botschaft

St.-Elisabeth-Platz, 1040 Wien So, 9. 8. – So, 30. 8. 2026, täglich 8–20 Uhr

Fotos: Georg Shiling + Tatyana Savich + Gerald Gump

Ein weiterer Bericht samt Fotos: https://artinexile.eu/international-humanitarian-project-belarusian-artists-in-exile-opens-exhibition-in-vienna/

Weitere Infos: https://artinexile.eu

21 Wege des Glaubens: Firmung St. Elisabeth 2026

Am Sa, 30. 5. 2026 feierten 21 junge Menschen in St. Elisabeth das Sakrament der Firmung. Abt Nikolaus Poch von den Schotten spendete das Sakrament – und fand für jede und jeden einzelne*n persönliche Worte. Sowohl in der Predigt als auch im direkten Zuspruch griff er auf die Briefe der Firmlinge zurück, die ihm im Vorfeld geschickt worden waren.

Der Gottesdienst wurde von den Firmlingen selbst gestaltet und erhielt dadurch eine besonders lebendige und authentische Note. Die musikalische Begleitung übernahm eine engagierte Gruppe mit Unterstützung aus der Pfarrgemeinde St. Florian.

Bei strahlendem Wetter klang die Feier mit einer langen, fröhlichen Agape am St.-Elisabethplatz aus (gestaltet vom Erstkommunionsteam). Viele nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den besonderen Tag nachwirken zu lassen.

Ein herzlicher Dank gilt dem Firmteam – Sonja, Pfarrvikar Albert, David und Nicolas –, das die Jugendlichen seit Oktober 2025 begleitet hat. Auch die berührende Einstimmung am Vorabend trug wesentlich zur Tiefe dieses Festes bei.

Fotos: Ute Schellner

Mit Gottes Rückenwind unterwegs…

Mit Gottes Rückenwind unterwegs…
Fahrradsegnung am So, 5. Mai 2026 – St. Elisabeth

Nach dem Sonntagsgottesdienst wurde es bunt und bewegt am St.-Elisabeth-Platz: Fahrräder, Roller, Kinderwägen, Rollatoren und andere umweltfreundliche Fahrzeuge versammelten sich zur traditionellen Fahrradsegnung.
Gerade in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und bewusster Umgang mit unserer Schöpfung immer wichtiger werden, setzt die Fahrradsegnung ein sichtbares Zeichen: Mobilität kann praktisch, gemeinschaftlich und schöpfungsfreundlich sein. Pfarrer Gerald erinnerte daran, dass christliche Verantwortung auch im Alltag beginnt – oft ganz konkret und „auf zwei Rädern“.
Nach Gebet, Segen und gemeinsamen Liedern blieb noch Zeit für Begegnung und Gespräch beim Pfarrcafé. Eine fröhliche und zugleich berührende Aktion, die gezeigt hat: Kirche darf auch bewegt, alltagsnah und unkompliziert sein.
Das bei der Segnung verwendete Fahrrad-Gebet wurde wieder als Kärtchen zum Mitnehmen verteilt:

Fahrrad-Gebet
Es ist noch früh am Morgen, der neue Tag beginnt.
Der Morgen ist noch frisch und kühl, der Tau liegt auf der Wiese, Vögel singen schon seit der Frühe. Die Natur erwacht schon lange bevor wir benommen aus dem Bett gestiegen sind.
Dennoch sind wir ein Teil der Natur und spüren das besonders stark, weil wir uns heute ohne Hilfe von Motoren und Benzin fortbewegen wollen.
Unser Treibstoff ist unser Essen und unser Trinken und die Gemeinschaft, in der wir auch am Berg stark sind. So dürfen wird das Leben genießen.
Wenn es vielleicht auch schmerzt auf den Sattel zu steigen, weil unser Körper noch von gestern geschlaucht ist, so freuen wir uns dennoch: denn bald spüren wir den Fahrtwind und lassen uns rollen.
Wir sind neugierig, voller Spannung & Erwartungen, neugierig auf den Weg, das Wetter, die Etappen und die Ziele. Wir suchen neue Eindrücke und unbekannte Horizonte.
Weg von Alltag, hin zur Freiheit, die wir radelnd erspüren möchten. Ein Funken Abenteuerlust liegt in uns.
Was der neue Tag wohl bringen mag?
Sei bei uns und begleite uns, lass uns diesen neuen Tag annehmen, so wie du ihn für uns gemacht hast. Amen.  

                                             (Dieter Böttcher)

Fotos: Ute Schellner

Eva Feichtinger – heimgegangen zu unserem Gott!

Vergangenen So, 26. 4. 2026 haben wir im Gottesdienst noch intensiv für sie gebetet – am gleichen Tag ist unsere Eva im Kreis ihrer Familie im 84 Lebensjahr verstorben.

Jahrzehntelang prägte sie engagiert unsere Pfarrgemeinde mit – auch in den letzten Jahren, wo so manche gesundheitliche Belastung ihr das Leben schwer machte, war sie ganz selbstverständlich bei unseren Märkten präsent, sorgte intensiv für Vorbereitung und war hochengagiert, dass alles „in ihrer Pfarre“ gut läuft…

Am Do, 7. 5. 2026, 13 Uhr feiern wir am Friedhof Hernals ihr Begräbnis; am Fr, 8. 5. 2026, 18 Uhr die Seelenmesse in unserer St.-Elisabeth-Kirche!

Ihre Parte HIER

Ein geisterfülltes Willkommen für Patrick

Am 2. Fastensonntag ein wichtiges Ereignis in der 9-Uhr-Messe / St. Elisabeth: Patrick, in evangelischer Kirche getauft, wurde (wie seine Familie) in die Gemeinschaft der Katholischen Kirche aufgenommen.

Die Messe war fastenzeitgemäß gestaltet – die thematische Grundlinie drehte sich um im Evangelium anklingende Grenzen (vgl. Predigt unten).

Nach dem gemeinsamen Bekenntnis des Glaubens wurde Patrick in die Gemeinschaft unserer Kirche aufgenommen – liebevoll von seiner Gattin, seinen Eltern, Schwiegereltern und Kindern umgeben. Wasser wurde gesegnet – mit dem „Asperges“-Besprengen die gemeinsame Taufe wach gerufen.

Sodann – wie bei Aufnahmen von Erwachsenen üblich – wurde Patrick gefirmt: „Sende ihm deinen Heiligen Geist, den Beistand…; Patrick, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“

Im zuerst persönlich ihm gegebenen und dann in der ganzen Feier-Gemeinde geschenkten Friedensgruß ging fröhliche Stimmung durch die Feier, die in der Eucharistie ihre Fortsetzung fand.

Und natürlich wurde anlassgemäß für die schwierige Situation im Iran gebetet: Für alle vom Krieg Betroffenen jeglicher Nation: Um Frieden und Gerechtigkeit, Freiheit und eine heilvolle Zukunft!

Willkommen, lieber Patrick, in unserer Gemeinschaft – Gott be-GEIST-ere Dich auch auf allen zukünftigen Wegen Deines Lebens!

Fotos: Bernhard Cantzler. 

Predigt von Pfarrer Gerald – 2. Fastensonntag 2026; Baustein: Grenzen

Wann seid Ihr zuletzt an eine Grenze gestoßen?

Ich meine nicht die Landesgrenze oder ein Tempolimit, sondern innerlich.
Dieser Moment, in dem Ihr sagt:
              „Ich kann nicht mehr.“
              „So geht es nicht weiter.“
              „Das schaffe ich nicht.“

Wir reden viel von Freiheit. Von Selbstverwirklichung. Von Möglichkeiten ohne Ende.
Und doch ist unser Leben voll von Grenzen.

Im Psalm 147 heißt es – es begleitet seit Aschermittwoch uns durch die Fastenzeit: „Er verschafft deinen Grenzen Frieden.“
Da steht nicht: Er hebt deine Grenzen auf.
Sondern: Er schenkt ihnen Frieden.

Vielleicht ist das eine Spur für die Fastenzeit. Es geht nicht darum, grenzenlos zu werden. Sondern darum, heilvoll mit den eigenen Grenzen zu leben.

Der Baustein (groß vor Altar, klein als Symbol und Fastenzeit-Begleiter) allen mitgegeben erinnert daran:

Ein Baustein ist nie neutral. Er baut. Die Frage ist: Schutzraum – oder Mauer?

1. Räume der Geborgenheit, in denen Leben wachsen kann: Am Brunnen begegnet Jesus der Samariterin (vgl. Jh 4): Er stellt sie nicht bloß. Er drängt nicht. Er eröffnet „Raum“.

Er blickt sie liebevoll an! Und plötzlich kann sie sprechen: wahr, frei, ohne Maske.

So sehen bergende Grenzen aus: Ich darf sein. Ich werde ernst genommen. Ich wachse.

Wo so gebaut wird, fließt „lebendiges Wasser“ (vgl. Jh 4,13-15), blüht Leben auf!

2. Mauern, die Leben ersticken

Andere Bausteine machen eng, es sind Ziegelsteine aus Angst, Rechthaberei, Verletzung.

Sie trennen Menschen, vergiften Beziehungen, verhärten Herzen – hetzen auf und machen andere klein, engen ein.

„Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.“ betet dagegen der Psalmist (Ps 18,30) Gott sprengt nicht jeden Wall. Aber er gibt Kraft, ihn zu überwinden.

Österliche Bußzeit – Fastenzeit – Zeit, wo wir uns fragen können: Welche Bausteine halte ich fest? Welche sollte ich loslassen, welche heilvoller einsetzen? Wie baue ich heilvolle und friedvolle Grenzen?!

Im heutigen Evangelium gehen Jesus und drei Jünger auf einen Berg.
Der Berg ist ein Grenzort – zwischen Himmel und Erde. Dort wird der Blick klarer. Man sieht weiter. Tiefer. Über das Alltägliche hinaus.

Für die Jünger öffnet sich eine Grenze – die des bisherigen Wahrnehmens.

Denn genau dort erleben sie einen Lichtmoment, eine Sternstunde. Jesus wird verwandelt. Für einen Augenblick wird sichtbar, wer er wirklich ist.

Vielleicht kennt Ihr solche Momente.
Augenblicke tiefer Liebe, wo Liebe zu einem Menschen plötzlich ganz andere Dimensionen annimmt.
Erfahrungen von „Trost“ im eigenen Herzen.
Sternstunden des Glaubens.
Ein inneres Aufleuchten, in dem alles stimmt.

Petrus will diesen Moment festhalten. Hütten bauen. Bleiben. Verständlich.
Aber wenn man Sternstunden festhält, wird der Schutzraum schnell zur toten und erstickenden Mauer.

Solche Momente sind nicht zum Konservieren da, sondern zum Durchspüren.

Und mitten hinein spricht die Stimme: „Auf ihn sollt ihr hören.“

Darum geht’s: Auf IHN hören. Nicht auf jede Stimme.
Nicht auf die inneren Antreiber, die ständig sagen: Du musst mehr. Du musst besser. Du darfst keine Schwäche zeigen.
Nicht auf die Stimmen, die Angst machen oder überfordern.

„Auf ihn sollt ihr hören.“

In der Bibel führt Gott Menschen immer wieder durch Grenzen ins Leben:
Abram bricht in er 1. Lesung auf: Er hört auf Gott und setzte es um: Er lässt einengende Grenzen der Groß-Sippe zurück, befreit sich von einem übergroßen Norm-Zusammenhang – er bricht auf und geht ins Land des Heiles.
Später hört das Volk Israel auf Gott – und zieht durch das Meer in die Freiheit.
Am Sinai werden Gebote geschenkt – nicht als Einengung, sondern als Leitplanken, als heilvolle Grenzen zur Freiheit und zum Leben. Heilvolle Grenzen als Weg zum Heil.

Auf Christus hören heißt auch: sich abgrenzen.
Von Überforderung – aber auch von Bequemlichkeit, die mir sagt, dass eh alles egal wäre oder ich mich mit mir selbst begnügen soll.
Wie kann ich diese Stimme Gottes von anderen unterscheiden?

Oft ist es ein Weg, den eigenen Sehnsüchten trauen, ihnen sorgsam nachzugehen.
Ein wichtiger Weg, Gottes Stimme zu hören, ist, dem eigenen Gewissen Raum zu geben.
Die Momente ernst nehmen, in denen Ihr innerlich aufblüht oder getröstet werdet; bei Ignatius von Loyola ist der wirkliche, ehrliche und tiefe „Trost“ das Kriterium, ob eine Stimme von Gottes Geist kommt oder vom „Un-Geist“.

Und dann kommt der Abstieg vom Berg.
Zurück in den Alltag. Die Sternstunde ist nicht für die Dauer. Es geht nicht um das Genießen spiritueller Momente und es mr dann verzückt in ihnen gemütlich zu machen: Nein: Es soll mich für’s alltägliche Leben inspirieren – dort gilt es, die Welt zum Heil mitzuverändern!

Aber wer dort gehört hat, wessen Blick geklärt wurde, der geht anders hinunter.

Fastenzeit heißt nicht: Grenzen sprengen.
Sondern: in ihnen neu Frieden finden.
Und auf den hören, der ins Leben führt.

Aschermittwoch: „Grenzen“

„Er verschafft deinen Grenzen Frieden.“ – Dieses Wort aus dem Psalm 147 stand über dem Aschermittwoch in St. Elisabeth und eröffnete die Österliche Bußzeit unter dem Leitgedanken: Grenzen.

Schon beim Betreten der Kirche wurde das Thema sichtbar: Zwischen den Bankreihen zog sich eine „Mauer“ aus Ziegelsteinen und Lichtern. Ein starkes Bild: Grenzen können schützen, reifen lassen und Licht bergen – oder kalt abschotten, trennen und töten.

Auch die Liturgie war bewusst reduziert. Verhüllte Bilder, ein stiller Einzug, Konzentration auf das Wesentliche.

In seiner Predigt zu Psalm 147 entfaltete Pfarrer Gerald die Spur für die kommenden Wochen: Fastenzeit als Einladung, mit den eigenen Grenzen Frieden zu finden. Gute Grenzen schützen Leben, Beziehungen und inneres Wachstum. Mauern jedoch, die aus Angst oder Verhärtung entstehen und oft kalt und tödlich werden, gilt es abzubauen.

Mit der Verbrennung der Palmzweige des Vorjahres wurde deutlich: Vergangenes darf gehen. Das Aschenkreuz markierte den Neubeginn dieser „Zeit der Gnade“ – mit der Zusage: Unsere Sterblichkeit ist real. Doch durch Kreuz und Auferstehung Jesu sind wir auf Leben und Hoffnung hin ausgerichtet.

Als persönliches Zeichen erhielt jede und jeder einen kleinen Baustein mit Impuls-Kärtchen. Er steht für die „Baumaterialien“ des eigenen Lebens: für Haltungen, Worte und Entscheidungen, die entweder Geborgenheit schaffen oder Mauern errichten. In Anlehnung an die Begegnung Jesu mit der Samariterin (Jh 4) wurde deutlich: Gott will keine Mauern der Angst, sondern heilende Grenzen, in denen Würde und neues Leben wachsen können.

Mit Gebet und Segen endete die Feier – und begann zugleich ein Weg: Der Baustein darf durch die Fastenzeit begleiten – im Hosensack, am Küchentisch, im Auto. Als stiller Erinnerungsstein: Woran baue ich?

Am Karfreitag sind alle eingeladen, den Baustein zur Kreuzverehrung mitzubringen, ihm hinzulegen – im Vertrauen darauf, dass Gott auch mit Brüchen weiterbaut und in der Auferstehung neues Leben schenkt.

Fotos: Ute Schellner

Sternsinger-Messe am 6.Jänner

Sternsinger-Messe in St. Elisabeth – Di, 6. 1. 2026

Höhepunkt der heurigen Sternsinger-Aktion: Die Festmesse am Epiphaniefest: „Könige“ brachten beim Kyrie die Erfahrungen der letzten Tage vor Gott, stellten die Lesung szenisch dar, brachten bei der Gabenbereitung alles Erlebte ins Feiern ein… – und verkündeten und sangen von der Frohen Botschaft, dass Gott zur Welt gekommen ist.

Über 30 Sternsinger/innen waren heuer allein von St. Elisabeth aus unterwegs, diese allein „ersangen“ über € 10.000,-

Ein Gesamtbericht über die Sternsingeraktion unserer Pfarre (Stand 8. 1. 2026, 18:30 Uhr: € 18.491,39 gesammelt; ca. 7.000 Menschen erreicht) findet sich HIER!

Fotos: Ute Schellner

Sternsinger in St.Thekla

Krippenandacht am Heiligen Abend

Wenn Weihnachten beginnt: Krippenandacht am Heiligen Abend

St. Elisabeth – 24. 12. 2025, 15:30 Uhr

Die Kirche war wieder übervoll, als am Heiligen Abend um 15:30 Uhr die Krippenandacht das Weihnachtsfest in der Kirche St. Elisabeth eröffnete.

Mit Advent-Gedanken beginnend wurden die Kerzen des Adventkranzes nach und nach gelöscht, der Kranz vom Altar entfernt – und das Christuskind kam zum Vorschein, das ab jetzt im Mittelpunkt des Feierns stand.

Heuer waren alle Mitfeiernden eingeladen, die Weihnachtsgeschichte aktiv mitzumachen und mitzusprechen. Lisi und Regina nahmen die Kinder und Erwachsenen mit ins Weihnachtsgeschehen.

Um die Krippe von Jesus weich und warm zu machen, bekamen danach alle Kinder einen Strohhalm und wir machten uns auf den Weg zum Stall, wo die Kinder die Ankunft Jesus vorbereiteten.

Es wurde dann der Abschluss des Evangeliums verkündet.

Im Kerzenlicht wurde die Krippenandacht beim Krippenaltar mit Gebet und dem Stille Nacht abgeschlossen: „Weihnachten hat spürbar begonnen – Jesus ist da!“

Fotos: Ute Schellner
Bericht: Regina Tischberger

Ankommen im Advent

Ankommen im Advent – gemeinsam starten, gemeinsam hoffen

Mit einer stimmungsvollen Feier begann am Sa, 29. 11. 2025, in unserer Pfarrgemeinde die Adventzeit. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Jesus uns wach macht – und gleichzeitig Halt gibt, gerade jetzt, wo globale Krisen, Konflikte und Unsicherheiten viele Menschen bewegen.

Während der Adventkranzsegnung wurde deutlich: Der Advent ist nicht nur Vorbereitung auf Weihnachten, sondern auch eine Einladung, das Licht in der Welt wahrzunehmen und weiterzugeben.

Ein besonders schönes Element setzten dabei die Kinder: Nach einer Impulsgeschichte waren sie eingeladen, ganz konkrete Punkte zu überlegen, andere Menschen mit Freude zu beschenken – und dies auch konkret einer Person aus dem Team vor dem Altar zu erzählen und dafür ein Licht der Hoffnung zu entzünden: „Manchmal beginnt Veränderung genau da, wo wir im Alltag aufmerksam und freundlich sind.“

Unsere heurigen Erstkommunionskinder – die davor schon zu einer Vorbereitungsstunde beisammen waren – gestalteten die Feier aktiv mit und brachten damit sichtbare Vorfreude in den Kirchenraum.

Nach der Eucharistiefeier ging es im Pfarrsaal weiter: Beim Adventmarkt gab es (Kinder-)Punsch, erste Weihnachtsduftnoten und viele Gelegenheiten zum Gespräch. Der Abend zeigte eindrucksvoll, was Advent sein kann: ein gemeinsamer Start in eine Zeit der Hoffnung, des Innehaltens und des Lichts.

Fotos: Ute Schellner