Gründonnerstag in St. Elisabeth
Mit dem Gründonnerstag begann in St. Elisabeth die Feier der österlichen drei Tage. Nach einer gemeinsamen Vorbereitung aller Mitwirkenden im Pfarrhaus zogen die „Dienste“ feierlich in die Kirche ein. Dabei wurden auch die frisch im Stephansdom geweihten heiligen Öle mitgebracht: das Katechumenenöl, der Chrisam und das Krankenöl – sichtbare Zeichen für die Sakramente und das Leben der Kirche.
Die Feier nahm ihren Ausgang beim Pessachmahl, das auch Jesus an diesem Abend begangen hat. In der Verkündigung wurde deutlich: Als Christinnen und Christen glauben wir nicht an einen fernen Gott – sondern an einen, der sich im gemeinsamen Mahl, im gebrochenen Brot, ganz konkret schenkt. Diese Gegenwart zeigt sich ebenso im Auftrag Jesu, einander zu dienen: „Dort ist der Herr genau so da, wie in der Eucharistie“ wie Pfarrer Gerald im Hinblick auf das Evangelium ausführte.
Ein starkes Zeichen dafür war die Einladung zur Handwaschung und anschließenden Salbung: sich berühren lassen, sich stärken lassen – und selbst zum Segen für andere werden.
Dann die Eucharistie, in der die Pfarrgemeinde ihr Leben mit einem gemeinsamen, großen Brot und einem gut gefüllten Krug Wein vor Gott brachte – Wandlung und genau darin Seine Gegenwart feierte. Danach ging die Feier in eine schlichte Agape über, bewusst kurz gehalten, ganz im Sinne des biblischen „esst es hastig“.
Der Abend führte schließlich in die Stille: Gemeinsam wurde das Allerheiligste in die Kapelle übertragen, wo ein kurzes Ölberggebet Raum gab, das eigene Leben vor Gott zu bringen und mit ihm zu wachen.
Ohne eigentlichen Abschluss ging die Liturgie in die Nacht über: Der Altar wurde abgedeckt, die Zeichen der Feier entfernt – und die Gemeinde trat ein in die Erwartung des Karfreitags.
Text: Gerald Gump
Fotos: Ute Schellner



























































