Alle Beiträge von gerald

Osternacht 2022

Mitten in der Nacht – 4 Uhr: Menschen versammeln sich um ein schon längst brennendes Osterfeuer vor der Kirche: Dort werden Restbestände der Heiligen Öle, sowie all die in der „Ent-Sorgen“-Mülltonne der Österlichen Bußzeit abgelegten Zettel den Flammen übergeben: „Altes ist vergangen – Neues hat begonnen!“.

Die am Feuer entzündete Osterkerze bahnte den Weg in die Kirche, wo ein festliches „Exsultet“ (Osterlob) erklang und mit vielfältigen Stimmen („Jauchzet dem Herren, der siegreich das Dunkel bezwungen…!“) beantwortet wurde.

Im Licht von Ostern wurde auf das Wirken Gottes durch alle Zeit zurück geblickt (Gen 1,1-2,2: Erschaffung der Welt; Ex 14,15-15,1: Durchzug durchs Rote Meer; Bar 3,9-15.32,4-4: Geh deinen Weg im Licht der Weisheit Gottes; Ez 36,16-17a.18-28 – Ich reinige euch, gieße reines Wasser) – jede Lesung mit einem Lied/Psalm/Vers unterschiedlicher Gattung und Gebet beantwortet. Dann im Gloria-Lied wurde mit Glocken, Orgel, Licht und heftigem Gesang Ostern richtiggehend begrüßt.

Da Frauen die ersten Zeugen der Auferstehung waren wurde heuer das Osterevangelium durch eine Frau vorgetragen: Regina Tischberger.

In der Tauffeier – eingeleitet durch eine aktuelle Heiligenlitanei – durften wir unsere eigene Taufe wachrufen: Taufwasser wurde geweiht, das Taufbekenntnis erneuert; und: Cansu Lydia in unser Miteinander herein-getauft (& -gefirmt), was in der festlichen Eucharistie zum Höhepunkt kam.

Aus der „Ent-Sorgen“-Tonne wuchern jetzt bunte Blumen – aus Tod ist Leben gewachsen, das Leben hat endgültig begonnen und wird gefeiert.

Vor der Kirche dann die Segnung der Speisen – mit fröhlichem Gesang ging (mittlerweile an helllichtem Tag) die liturgische Feier zu Ende und fand ihre Fortsetzung in einem genussvollen Osterfrühstück im Pfarrsaal: Er ist AUFERSTANDEN!

Um 11 Uhr dann die nächste Festmesse – durch ein Vokal-Ensemble St. Elisabeth in fröhliches Klingen gebracht.

Danke an all die vielen Mitwirkenden bei all den liturgischen und sonstigen Ereignissen dieser Tage!

Fotos: Ute Schellner

Karfreitag in St.Elisabeth

Die Liturgie des Tages begann mit einer heftig besuchtem Kreuzwegandacht um 14:30 Uhr (es kamen etwa doppelt so viele Mitfeiernde, wie Texte vorhanden waren) – genau um 15 Uhr zur Sterbestunde hielten wir bei der 12. Station inne… – „… es ist vollbracht“!

Um 19 Uhr: Feier vom Leiden und Sterben Jesu

Es war die Fortsetzung des Gottesdienstes (eine durchgängige Feier vom Grün-Do bis in die Osternacht) – daher der Beginn ohne Einzug in der Prostratio („Hinwerfen“), die (wie schon 2021) individuell begonnen wurde – Christus, der mit uns lebt, fühlt und uns vor Gott trägt, klang in der Lesung an (Hebr 4,14-16; 5,7-9); mit Gebet wurde die Eröffnung abgeschlossen.

Im Wortgottesdienst nach dem Gottesknechtlied (Jes 52,13-53,12) die Johannespassion – mit Zwischengesängen ergänzt. In der Predigt wies Pfarrer Gerald auf die aktuellen Bezüge des Geschehens hin – wo ER heute in unserer Welt und ganz konkret bei uns mitfühlt und mitleidet.

Dann wurde das große Kreuz herein gebracht und in 3 Stationen vorgetragen, sowie enthüllt.

Alle waren eingeladen, den eigenen Kreuz-Situationen intensiv nachzufühlen: Musikalisch von einem bewegenden Cello-Solo (Paula Gokl – sonst vom Ministrieren her vertraut) begleitet. Viele schrieben Konkretes auf Zettel, die dann bei der Kreuzverehrung in jene Mülltonne „ent-Sorgt“ wurden, die uns schon die ganze Fastenzeit über begleitet hat; andere verehrten mit Kniebeuge, Gebetsstille, Blumen oder Sonstigem.

Vom individuellen Hintragen vor Gott wurde der Blick geweitet – auf unsere Welt: In aktualisierten, großen Fürbitten (mit Bildern dessen und derer, wofür wir beten) wurde Welt und Leid vor Gott getragen, das dann ins Vater unser einmündete. Abschließend „wurde der Herr hinaus begleitet“: Während die Evangeliumsstelle der Grablegung verkündet wurde, zogen alle zum Grab (Seitenaltar), um dort betend den Abend abzuschließen, der Altar wurde enthüllt („… sie rissen ihm die Kleider vom Leib), Kerzen gelöscht – Trostlosigkeit und Tod…

Fotos: Ute Schellner

Erstkommunionsfeier St. Elisabeth – So, 3. 10. 2021

16 Kinder waren voll Begeisterung mit dabei, als es nach coronabedingt nicht einfacher Vorbereitungszeit am So, 3. 10. 2021 endlich zur Erstkommunionsfeier im Rahmen der 9-Uhr-Pfarrgemeinde-Messe ging.

Es gab festlichen Einzug, wo jedes einzelne Kind musikalisch in der Kirche begrüßt wurde, ein langsames zur Ruhe kommen und gemeinsames Lobsingen.

Im Wortgottesdienst wurde anhand des Evangeliums darüber nachgedacht, dass Jesus uns aufruft, uns wirklich ganz und verbindlich auf ihn einzulassen – die Kinder dokumentierten dies dann, indem sie ihren Namens-Puzzle-Stein ins gemeinsame Jesus-Puzzle einfügten: Wir sind verbindlich miteinander verbunden – dadurch zeigt sich Jesus.

Sehr engagiert erlebten die Kinder dann die Eucharistiefeier, im Zuge derer sie dann in 2 Gruppen in aller Ruhe erstmals selbst auch beim Kommunizieren mit dabei sein konnten – ein großes Fest!

Dann ging’s mit Segen und bewegtem „Hurrah“ hinaus, wo nach Gruppenfotos und Kindersekt angestoßen wurde und noch lange bei herrlichem Wetter am Kirchenplatz gefeiert wurde…

Fotos: Ute Schellner

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Tag der Pfarrgemeinde, Sa 4.9.2021

Großarbeitstag in der St.-Elisabeth-Kirche

Über 30 Engagierte waren mit dabei, als in St. Elisabeth der „Tag der Pfarrgemeinde“ ab 9 Uhr ausgerufen wurde. Es wurde kräftig gewerkt, um unsere Kirche wieder neu erstrahlen zu lassen – und mittags mit einem köstlichen Mittagessen abgeschlossen.

Neben all dem, was materiell geschehen ist – das schönste waren Stimmung und Miteinander: Ein kräftiger Gewinn für die Gemeinschaft unserer Pfarrgemeinde St. Elisabeth – und: unsere Kirche glänzt wieder neu!

Fotos: Ute Schellner

Ostermarkt und Fastensuppe in St. Elisabeth

Fastensuppe und Ostermarkt in Coronazeiten

Auch unter Coronabedingungen ist mehr möglich, als gemeinhin angenommen: Am Sa, 20. + So, 21. 3. 2021 fand jew. vormittags in St. Elisabeth vor Pfarrhaus bzw. Kirche die Vergabe von Fastensuppe statt. Der Ostermarkt wurde wetterbedingt kurzfristig in den Pfarrsaal verlegt, wo mit großen Abständen und Eintrittskontrolle coronagemäß verkauft werden konnte. Vielfältige Osterwaren wurden gegen Spende angeboten – und fand guten Absatz.

Wenn auch diesmal ein wesentlicher Faktor der Fastensuppe, das gemeinsame Essen wegfallen musste, wurde doch der 2. Grundidee entsprochen: Vergabe von Suppe gegen Spende, die für Frauenprojekte im Süden verwendet werden.

Die Initiatorin Nina Sevelda-Platzl erzählt: Guatemala ist eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. 54% der Bevölkerung leben in Armut, 13% in extremer Armut. Und das schlimmste ist: Die Armutsquote steigt, anstatt zu fallen. Von 2006 (51%) auf 59% im Jahr 2016. Die Hälfte der Kinder sind chronisch unterernährt. In einem Land, in dem der Machismo noch an der Tagesordnung ist, haben Frauen die Hauptlast der häuslichen Arbeit zu tragen und sind zudem Gewalt und Willkür ausgesetzt.

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs unterstützt mit dem Familienfasttag 2021 Projekte vor Ort, die diesen Missständen entgegensteuern und:

Frauen bei der Herstellung von nahrhaften, gesunden Nahrungsmitteln unterstützen.
Frauen in ihrem Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit unterstützen.
Bildungsoffensive für Frauen und Mädchen organisieren.
Bildung in Frauen- und Menschenrechten forcieren.
gegen Gewalt an Frauen kämpfen.

Mehr Infos finden sich HIER.

Es gab rote Linsensuppe, schwarzer Bohnensuppe aus Guatemala, Kartoffel-Lauch-Suppe, Tomatencremesuppe und natürlich Hansis Altwiener Gemüsesuppe…

Fotos: Ute Schellner

(Plakat zum Ostermarkt  HIER)

Osterkerze 2020 in St.Elisabeth: „Die Muschel“

Die Muschel – sie war unser begleitendes Symbol für die „Österliche Bußzeit“.
In der Aschermittwochfeier erhielt jede/r Mitfeiernde eine solche – verbunden mit einem Kärtchen:

„Die Muschel – Gott schenkt Wandlung

In sicherer Geborgenheit zwischen zwei Muschel-Schalen kann Kostbares wachsen.
Meist wird ein „Sandkorn“ als Irritation ausgemacht: 
               Das Unangenehme, das von außen kommt!
In Wirklichkeit sind es normal Krebse, die am Muschelrand nagen und diesen verletzen
– dann wandern einzelne eigene Zellen (also nichts „Fremdes“, sondern verwundetes „Eigenes“) ins Innere der Haut und bilden dort eine Zyste. So entsteht eine echte, wunderbare Perle.

Fastenzeit – die Zeit, über vermeintliche „Sandkörner“, „Sand im Getriebe“ des eigenen Lebens nachzudenken – oft sind es aber keine Fremdkörper, sondern selbst generierte, eigene Irritationen…

Fastenzeit – die Zeit, sich zu erinnern, dass wir – wie von Muschelschalen – von Gottes Liebe umfangen sind. Gott kann und wird wandeln: Aufgehoben und geborgen in seiner Liebe kann Neues, ja ganz Kostbares wachsen. Er wandelt Irritationen und Verletzungen unseres Lebens in perlenhafte Kostbarkeiten.

Fastenzeit, die Zeit, den schönen Seiten, aber auch Schwachpunkten unseres Lebens nachzugehen, sie vertrauensvoll vor Gott zu bringen, Ihm hinzuhalten – eingebettet in Seine zärtliche Zuwendung!

… und darauf zu trauen, dass Er sie wandelt und heilt, Kostbares schafft!“

Stilgemäß fand die Muschel dann auch in der Karfreitagsliturgie ihren Niederschlag (die St.-Elisabeth-Vertreterin Sonja Tischberger legte die große Muschel unseres Hauptaltares im Zuge der Kreuzverehrung zum Kreuz).

Und: Die thematische Linie findet ihren prächtigen Höhepunkt in der heurigen, von Lisbeth Dichtinger gestalteten Osterkerze – der bunte Schmuck des Ständers wurde von Elisabeth Cargnelli gestaltet.

Ostern: Wir feiern, dass er uns wandelt, veredelt – zu einem „Leben in Fülle“ (Jh 10,10) ruft und führt…

Fotos: Elisabeth Cargnelli